Krankenhaus Maria Hilf Daun erfolgreich als AltersTraumaZentrum zertifiziert

Zertifizierung bestätigt strukturierte Zusammenarbeit von Unfallchirurgie und Geriatrie bei der Versorgung älterer Patientinnen und Patienten

Das Krankenhaus Maria Hilf Daun ist erfolgreich als AltersTraumaZentrum DGU® zertifiziert worden. Damit wird bestätigt, dass ältere Patientinnen und Patienten nach Unfällen und Verletzungen nach festgelegten Qualitätsstandards fachübergreifend versorgt werden. Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgie und Geriatrie. Mit der Zertifizierung stärkt das Krankenhaus die wohnortnahe medizinische Versorgung älterer Menschen in der Vulkaneifel und setzt einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung seines medizinischen Leistungsspektrums.

Gerade bei älteren Menschen kann ein Sturz weitreichende Folgen haben. Neben der eigentlichen Verletzung können Begleiterkrankungen, die Einnahme verschiedener Medikamente oder eine bereits eingeschränkte Mobilität sowie vorbestehende oder neu aufgetretene kognitive Störungen den Behandlungsverlauf beeinflussen. Gleichzeitig kann ein Unfall die bis dahin vorhandene Selbstständigkeit innerhalb kurzer Zeit erheblich beeinträchtigen.

Die alterstraumatologische Versorgung setzt deshalb nicht allein bei der Verletzung an. Unfallchirurgische und geriatrische Behandlung greifen ineinander. Neben der medizinischen Versorgung werden unter anderem der Gesundheitszustand, die Mobilität und die bisherige Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten berücksichtigt. Die abgestimmte Behandlung berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen und unterstützt sie dabei, nach einem Unfall möglichst viel Mobilität und Selbstständigkeit zurückzugewinnen.

„Bei älteren Patientinnen und Patienten betrachten wir nicht nur die akute Verletzung. Entscheidend ist auch, wie mobil und selbstständig ein Mensch vor dem Unfall gewesen ist, welche Begleiterkrankungen bestehen und welche Unterstützung er benötigt, um möglichst wieder in seinen bisherigen Alltag zurückzukehren“, erklärt Vasil Marinov, Leitender Arzt der Geriatrie und Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Maria Hilf Daun. „Denn der Erfolg einer Behandlung bemisst sich gerade bei älteren Menschen nicht allein an einer gelungenen Operation. Entscheidend ist auch, was danach im Alltag wieder möglich wird.“

Neben Unfallchirurgie und Geriatrie sind Pflege, Physiotherapie und Ergotherapie, Sozialdienst sowie bei Bedarf weitere Berufsgruppen wie Logopädie und Psychotherapie in die Versorgung eingebunden. Die verschiedenen Bereiche arbeiten dabei auf ein gemeinsames Ziel hin: Neben der Behandlung der Verletzung sollen Mobilität und Selbstständigkeit der älteren Patientinnen und Patienten möglichst erhalten oder wiedererlangt werden.

Eine Besonderheit des Behandlungskonzeptes ist die frühzeitige geriatrische Mitbetreuung bereits während der unfallchirurgischen Akutbehandlung. Die enge Abstimmung der beteiligten Berufsgruppen ermöglicht eine kontinuierliche Behandlung, bei der unnötige Stationswechsel vermieden werden können. Gerade bei älteren Menschen kann dies dazu beitragen, zusätzliche Belastungen und mögliche Risikofaktoren für die Entstehung eines Delirs (akuter Verwirrtheitszustand) zu reduzieren.

Grundlage der Zertifizierung als AltersTraumaZentrum DGU® ist ein Kriterienkatalog mit festgelegten Anforderungen an die Strukturen und Behandlungsprozesse. Eine zentrale Rolle spielen wissenschaftlich fundierte Behandlungspfade und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unfallchirurgie und Geriatrie.

„Die erfolgreiche Zertifizierung als AltersTraumaZentrum ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der medizinischen Weiterentwicklung unseres Krankenhauses. Gerade in einer ländlich geprägten Region mit einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist es entscheidend, spezialisierte medizinische Versorgung wohnortnah sicherzustellen. Mit unserem AltersTraumaZentrum bündeln wir die Kompetenzen verschiedener Fachbereiche und schaffen damit einen echten Mehrwert für unsere Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig unterstreichen wir unseren Anspruch, die Gesundheitsversorgung in der Vulkaneifel aktiv und zukunftsorientiert mitzugestalten“, erklärt Dagmar Wagner, Kaufmännische Leitung des Krankenhauses Maria Hilf Daun.

Ob die Anforderungen erfüllt werden, wird im Rahmen eines unabhängigen Zertifizierungsverfahrens überprüft. Dazu gehört auch ein Audit vor Ort. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Zertifikat für drei Jahre erteilt. Zertifizierte AltersTraumaZentren nehmen zudem am AltersTraumaRegister DGU® teil. Die dort erfassten Daten werden unter anderem für die Qualitätssicherung und zur Weiterentwicklung der Versorgung genutzt.

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