Leistungssport mit Kunstgelenk: Moderne Teilprothesen am Knie ermöglichen nach Unfall oder Arthrose wieder ein aktives Leben

Skirennläuferin Lindsey Vonn zeigt was mit modernen Schlittenprothesen möglich ist

Wenn Leistungssportler nach schweren Knieverletzungen oder Arthroseoperationen in kurzer Zeit wieder auf höchstem Niveau aktiv sind, sorgt das regelmäßig für Aufmerksamkeit. Jüngstes Beispiel ist Skirennläuferin Lindsey Vonn, die nach einem Eingriff am rechten Knie zeigt, wie moderne Orthopädie selbst höchste sportliche Belastungen wieder möglich machen kann.

Doch was im Profisport sichtbar wird, gilt längst auch für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler: Dank innovativer Teilprothesen am Knie, insbesondere sogenannter Schlittenprothesen, ist der Weg zurück in Bewegung und Sport heute schneller und nachhaltiger möglich als je zuvor.

Wie sehr ein solcher Eingriff Lebensqualität zurückgeben kann, zeigt die Geschichte eines 58-jährigen Patienten aus der Vulkaneifel. Der passionierte Wanderer war über Jahre hinweg auf den Wegen der Region unterwegs. Zunehmende Schmerzen an der Innenseite des linken Knies zwangen ihn jedoch immer häufiger zu Pausen. Schließlich wurden selbst kürzere Wanderstrecken oder das Treppensteigen unmöglich.

Nach eingehender Diagnostik entschieden sich die Spezialisten im Krankenhaus Maria Hilf Daun für den Einsatz einer Schlittenprothese, da ausschließlich ein Teilbereich des Kniegelenks geschädigt war.

„Gerade für aktive Patientinnen und Patienten ist der Teilgelenkersatz am Knie ein enormer Vorteil, weil wir nur den erkrankten Abschnitt ersetzen. Alle gesunden Strukturen, wie Kreuz- und Seitenbänder, bleiben vollständig erhalten“, erklärt Dr. med. Pierre Göbel, Chefarzt der Orthopädie am Krankenhaus Maria Hilf Daun. Dadurch entstehe ein deutlich natürlicheres Bewegungsgefühl als bei einer Vollprothese. Gleichzeitig sei der Eingriff weniger belastend, die Rehabilitation verlaufe schneller. Insbesondere jüngere sowie sportlich begeisterte Patientinnen und Patienten profitierten davon.

„Alle sportlichen Aktivitäten sind nach dem Einsatz einer Kniegelenksprothese mit unseren Modellen wieder völlig uneingeschränkt möglich – vor allem die Sportarten, die bereits vor dem Kunstgelenk ausgeübt wurden“, so Dr. Göbel.

Im Krankenhaus Maria Hilf Daun, dessen EndoProthetikZentrum als Zentrum der Maximalversorgung zertifiziert ist, nimmt der Teilgelenkersatz seit Jahren einen besonderen Stellenwert ein. Jährlich werden hier weit über 200 Teilgelenkersatzoperationen am Knie durchgeführt. Die hohe Spezialisierung und Routine der Operateure ermöglicht sehr präzise Implantationen, teils unterstützt durch robotische Assistenzsysteme im Millimeterbereich.

Ein strukturierter Behandlungsablauf beginnt bereits vor der Operation. „Schon vor dem Eingriff wird die Patientin oder der Patient im Rahmen unseres sogenannten Schnellläuferprogramms von Fitnessexperte Kim Radner gezielt vorbereitet. Muskuläres Training, Gangschule sowie das Gehen auf unterschiedlichen Untergründen gehören hier zum Programm“, erläutert Dr. med. Andreas Leffler, Leiter des EndoProthetikZentrums. Diese Vorbereitung bilde eine wichtige Grundlage für die beschleunigte Rehabilitation.

Nach der Operation ist in der Regel eine sofortige Vollbelastung des Gelenks möglich. Autofahren kann meist nach sechs bis acht Wochen wieder aufgenommen werden. Leichtere sportliche Aktivitäten folgen nach etwa drei Monaten, nach rund sechs Monaten besteht üblicherweise wieder vollständige Sportfähigkeit.

Ein besonderes Merkmal der Versorgung in Daun ist die durchgehende Betreuung durch den Operateur selbst – von der Erstvorstellung über die Operation bis zur Nachsorge. Dieses Versorgungskonzept ist in dieser Form in Rheinland-Pfalz außergewöhnlich und hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Leistungsentwicklung im Bereich der Orthopädie am Krankenhaus Maria Hilf Daun beigetragen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine Behandlung „aus einer Hand“ mit festen Ansprechpartnern während des gesamten Therapieverlaufs.

Der Blick auf prominente Beispiele wie Lindsey Vonn verdeutlicht, welches Leistungsniveau nach Knieeingriffen heute wieder erreichbar ist. Für die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten steht jedoch ein anderes Ziel im Vordergrund: schmerzfreie Bewegung im Alltag und die Rückkehr zu den Aktivitäten, die Lebensfreude bedeuten.

Oder, wie es der 58-jährige Patient nach seiner Rückkehr auf den Wanderweg formulierte: „Ich habe kein künstliches Knie bekommen – ich habe mein altes Leben zurückbekommen.“

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