EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung nutzt robotisches Assistenzsystem ohne zusätzliche Strahlenbelastung oder Datentransfer ins Ausland
Das Krankenhaus Maria Hilf Daun setzt beim Einbau künstlicher Kniegelenke auf ein modernes robotisches Assistenzsystem, das den Operateur bei der Operation unterstützt – ihn aber nicht ersetzt. Im EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung kommt mit dem CORI®-System ein computer-unterstützter Operationsassistent zum Einsatz, der millimetergenaue Präzision ermöglicht, ohne zusätzliche Röntgenstrahlung oder die Übertragung sensibler Patientendaten ins Ausland.
Jährlich werden in Deutschland mehr als 250.000 Hüft- und über 180.000 Kniegelenks-Endoprothesen implantiert. Trotz dieser hohen Routine kann moderne Technik die Qualität weiter verbessern – vorausgesetzt, sie wird von erfahrenen Spezialisten eingesetzt. Genau darauf setzt das EndoProthetikZentrum in Daun, das am Kniegelenk aktuell das zweitgrößte Zentrum in Rheinland-Pfalz ist.
„Der Roboter trifft keine Entscheidungen – das tut allein der behandelnde Arzt“, betont Dr. med. Pierre Göbel, Chefarzt der Orthopädie. „Das Assistenzsystem hilft mir und meinem Team, noch präziser zu arbeiten. Aber entscheidend bleibt die Erfahrung des Operateurs. Auch ein erfahrener Chirurg profitiert von dieser zusätzlichen Genauigkeit.“
Das in Daun eingesetzte System arbeitet ohne vorherige CT-Aufnahmen des gesamten Beines und ohne künstliche Intelligenz, die Operationsentscheidungen vorgibt. Stattdessen unterstützt es den Chirurgen während der Operation bei der optimalen Anpassung des Kunstgelenks an die individuelle Anatomie des Patienten.
„Wir sehen bei über 1.200 implantierten Kunstgelenken eine spürbare weitere Qualitätssteigerung“, erklärt Robert Ilic, Koordinator des EndoProthetikZentrums der Maximalversorgung. Auch er verfügt über langjährige Erfahrung mit unterschiedlichen robotischen Systemen.
Für den langfristigen Behandlungserfolg sei neben der technischen Unterstützung das Team entscheidend, ergänzt Dr. med. Andreas Leffler, Leiter des EndoProthetikZentrums: „Neben dem Operateur und dem Assistenzsystem ist die eingespielte Zusammenarbeit des gesamten Teams ausschlaggebend – von der Sprechstunde über Pflege und Physiotherapie bis zur Nachbehandlung. Hochwertige Endoprothetik ist keine Frage der Größe einer Klinik, sondern der Qualität aller Abläufe.“
Das Krankenhaus Maria Hilf Daun bietet Patientinnen und Patienten eine kontinuierliche Betreuung durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte – vom ersten Gespräch über die Operation bis zur Nachsorge – in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen der Region.
